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Verzweiflung befällt die, deren Seele aus dem Gleichgewicht ist.
Mark Aurel




Psychologische Themen die in der Corona-Situation


Verfolgungswahn:

-> Naja tripudians (Kobra) m. dem Gefühl kritisiert und übervorteilt zu sein, nachtragend, kritisiert und setzt andere ins Unrecht (DD Lachesis: Opfer von Intrigen)
-> Stramonium (Weißer Stechapfel): fühlt sich jederzeit angreifbar und bedroht; neigt zu heftiger Angst und Gewaltausbrüchen durch seine Empfindlichkeit (Nervensystem und Gehirn betroffen)
-> Tegenaria atrica (Hauswinkelspinne): das Gefühl von Verfolgung zeigt sich in der typischen Unruhe (Zappelig, viel Energie) bei den Spinnentieren m. Der Furcht vor plötzlichen Angriffen od. Verfolgung


Mißtrauen und Angst:

-> Arsenicum: Misstrauisch, zweifelt an allem, was er nicht unmittelbar kontrollieren kann. Angst, betrogen zu werden
-> Silberverbindungen:
große Vitalität und Emotionalität, gleichzeitig (hypochondrische) Ängste und Paniken
-> Meeresmittel: Kontaktprobleme, Rückzug in sich selbst
-> Leguminosen (Schmetterlingsgewächse)


Verbissener Widerstand:

-> Nux-vomica (m.Versagensängsten)
-> Ruta graveolens (Weinraute)

Rücksichtslosigkeit; will sich nicht behindern/einschränken lassen:

-> Spigelia (Wurmkraut) Zweck geht vor Gefühl;


Pflichtgefühl und soziale Pflichterfüllung hat:

-> Aurum (Gold): fühlt sich dem Ideal verpflichtet; bei Misslingen, Tadel, Kritik was für ihn bedeutet - er oder die Gemeinschaft sind sozial wertlos, wenn die Pflicht nicht erfüllt wird (Herzkrankheiten, hoher Blutdruck, Selbstmord bzw. Revolution).


Einschränkung und Unfreiheit

-> Nitricums haben das Thema Genusssucht/ Verlangen nach "Mehr"

-> Leguminosen (Schmetterlingsgewächse), gehen durch ihre Wurzelknöllchen eine Symbiose mit Bakterien ein die Stickstoff (Nitrat) binden - sie fühlen sich zerstreut und verfolgt und wollen sich von der Eintönigkeit des Alltags trennen (typisch: muskulöse Schwäche bis Lähmung, Neurologien)

-> Die Vogelmittel in der Homöopathie haben ihr Verlangen nach Freiheit aus dem Bedürfnis ….



Verlustängste

Hier muss unterschieden werden, ob es sich um den Verlust an Materiellen/ der Angst vor Armut (Bryonia, Nux-vomica, ….), Arbeitsverlust (Arsenicum) oder der körperlichen Sicherheit (Calcium) handelt.


Ohnmacht/Todesangst/ Schock

Posttraumatische Belastungen

Entstehen nach körperlichen oder psychisch belastenden Erlebnissen (bewußt oder unbewußt). Verdrängte traumatische Erlebnisse sind im Gewebe (physisch) und/oder emotional (psychisch) abgespeicherte Energien. Sie können durch Homöopathatika auf energetische Weise auflöst werden.
-> z.B. Nosoden, Baumharze, Steinarzneien, uvm.



Auswirkung von Ängsten/ Stress und Gedanken

verarbeitete Erlebnisse machen nicht krank, nur solche die verdrängt werden. Der Ausweg ist die körperliche Reaktion. Wer gelassen reagiert ist ausgeglichen und gesund, weil er seelisch nicht verwundbar ist. Ein stabiles SELBST zeigt sich nicht durch Anpassung und Unterdrückung, weil man den Erwartungen der Anderen entsprechen möchte, sondern dadurch, Grenzen ziehen zu können und bei sich selbst zu bleiben und dem Gespür dafür, was einem selbst gut tut.

Unverarbeitete Erlebnisse sind Blockaden im System, die für den Körper Stress bedeuten. Im anhaltenden Kampfmodus bei Stress ist der Symatikusnerv ständig aktiv, die Erholung in der Ruhephase (Vagusnerv) ist nicht mehr möglich. Es zu zahlreichen Störungen im Hormonhaushalt und im Stoffwechsel, welches die Nebennieren, viele Organe und das Nervensystem in der Folge belastet.


-> Schock/Trauma: Aconitum, Arnica, Opium, Säuren
(Siehe auch oben, Blockademittel)

Aconitum ist wie Opium oder auch Acidum hydrocyanicum (Blausäure) erstarrt und handlungsunfähig. Durch die Sauerstoffunterversorgung wird eine Zyanose erzeugt. Die Haut ist trocken, kalt, bläulich, die Atmung wird unterdrückt. Typisch für einen Schock ist die Empfindung stärkster Schmerzen oder ihr Gegenteil der Empfindungslosigkeit.

-> Ranunculaceae (Aconitum, Opium): der Schwerpunkt liegt auf dem Gefühl der Angst ALLEIN zu sein in einer gefährlichen Welt.



In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks.
Heinrich Heine
Angepasst und Nachgiebig


Andere Mittel reagieren trotz Aggression nachgiebiger:

-> Spongia: erstickt an unausgeübter Aggression (Asthma, Krupp), nicht geäußerte Ansprüche rauben die Luft (Kropf, Kehlkopf), Nachgiebigkeit (lockeres Bindegewebe)

-> Pulsatilla: Wenn andere für mich handeln, hab ich nicht Schuld (Furcht vor Meinung anderer); meidet Verantwortung, fehlende Haltung (Blasenschwäche), Sterilität

-> Phosphorus: Was muss ich tun, um bei allen beliebt zu sein (Durchfall, genital unterentwickelt)? Mitfühlend, hilfsbereit, findet rasch Zuneigung und Anschluss, lässt sich aber auf einzelne nicht ein, um seine zentrale Rolle nicht zu gefährden (Bauchspeicheldrüsenprobleme); empfindlich für negative Resonanz (Gewitterangst), Konkurrenz anderer; theatralisch (Blutungen); Angina pectoris

-> Carcinosinum: Angepasstes Verhalten und fehlende Auseinandersetzung mir einem Konflikt führt zum Zusammenbruch der inneren Ordnung:
- Bronchial- oder Brustkrebs: Konflikt m. Naher Bezugsperson
- Lungenkrebs: Todesangst oder Angst vor dem Tod
- Krebs der Fortpflanzungsorgane: Konflikt in sexueller Hinsicht

-> Silicea: Silicea fühlt sich ungeschützt und reagiert zaghaft, nachgiebig, mitfühlend und gehemmt. Ihre Unsicherheit versucht (sie) durch ihren hohen Leistungsanspruch an sich selbst (Perfektion, Image, Pflichtbewusstsein) zu überwinden (Zeichen sind schwelende Entzündungen). Im anderen Extrem seht man Sturheit (Verhärtungen/Knoten der Brust, Haut, Drüsen).



Verschlossen/ Zurückgezogen


Die Art und Weise der Verschlossenheit zeigt sich unterschiedlich:

-> Androctonus australis (Dickschwanzskorpion): zurückgezogen, selbstmitleidig, einsam und isoliert beobachtet Androc. argwöhnisch eine ihm feindliche, unwirtliche Welt, in der er auch gefühllos, feindselig, bestimmend und verletzend auftritt.

-> Staphysagria: Die Nerven liegen blank, man fühlt sich gedemütigt, schikaniert, erschöpft, wütend und schimpft; Herpesbläschen zeigen die versteckte Wut unter der Oberfläche. Die Wut wird nicht offen gezeigt, ist aber spürbar.

-> Säuren/Acidums: Alles was einmal Spaß gemacht hat ist durch Kummer, Sorgen od. Enttäuschungen oder lang anhaltende Krankheiten gleichgültig geworden. Typisch ist z.B. die apathische Haltung von Jugendlichen. Übergreifendes Thema ist die Schwäche bei Säuren.
Zusammenhänge von Psyche und Krankheit


Spätestens seit der Erkenntnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Gehirn und Darm durch das Enterische Nervensystem gibt, ist erwiesen, dass sich psychische Belastungen auf das Immunsystem auswirken. 80% des Immungeschehens gehen vom Darm aus, welcher Immunzellen in der Darmschleimhaut beherbergt, die über Botenstoffe miteinander kommunizieren.
Über das Enterische Nervensystem ist der Darm mit allen Schleimhäuten (Nase-, Mund-, Bronchialschleimhäute) vernetzt und erlernte Informationen aus der Immunzentrale Darm werden über das Blut- und Lymphsystem an die Abwehrzentren im Körper weitergegeben.

Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass es um das Gleichgewicht von den drei Anteilen des vegetativen Nervensystems geht.

Der Sympathikus bewirkt insgesamt eine Leistungssteigerung. Sympathikus gesteuerte Funktionen (bei Anstrengung, Erregung, Stress) sind erhöhte Herztätigkeit, Durchblutung und Blutdruck sowie der Stoffwechsel mit Bereitstellung von Energie (Abbau von Kohlenhydraten). Der Gegenspieler, der Parasympathikus, steuert Körperfunktionen wie Verdauung, Blasen- und Nierenfunktion, Zellregeneration (wh. Ruhe, Erholung oder Schlaf).

Es ist leicht zu erkennen, dass Probleme entstehen, wenn statt einer Ausgewogenheit aller Teile des vegetativen Nervensystems ein Anteil überwiegt. So führt dauerhafter Stress und wenig Erholungsphasen zwangsläufig zu Mangelerscheinungen die sich zuerst symptomatisch ausdrücken (Kopfschmerz, Unruhe, Überempfindlichkeit etc.) und später tiefer und chronischer werden können.

Ängste, Sorgen und Stress in Beruf, Alltag oder aus Umweltbelastungen haben somit einen direkte Auswirkung auf unsere Gesundheit. Durch die psychologische Unterstützung in der Gesprächstherapie kann die Heilung unterstützt werden. Heilung kann jedoch nur von innen heraus geschehen. Therapien zur Stärkung der Lebenskraft und der Ausrichtung von Energien (Energiearbeit, Homöopathie, Yoga, TaiChi etc.) helfen bei der Genese.

BEACHTE: Oft müssen nicht die Kinder in eine Therapie, sondern die Eltern. Über die Eltern verändern sich auch die Kinder in der Therapie, da auch hier die Auswirkung im gesamten System "Familie" stattfindet. Eine Psychotherapie beim Kind vermittelt dem Kind "es stimmt etwas nicht mit Dir", was die Situation gerade im Kindesalter prägt.






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Neue Wege wagen, die verbinden, satt spalten.


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Die Heilkraft liegt in uns selbst.
Kurt Tepperwein
Der ganzheitliche Zusammenhang von Psychischem Konflikt & Körpersymptom


Krankheit ist die notwendige Folge unseres Fehlverhaltens. Sie hat die Aufgabe, uns darauf hinzuweisen aus der disharmonischen Lebensweise auszusteigen. Dazu ist es notwendig unsere Körpersprache zu verstehen. Verändern wir unser Verhalten!

Heilung bedeutet das Zurückfinden zur Harmonie. Deshalb sollten wir eine Krankheit als Möglichkeit zur Weiterentwicklung durch das Verstehen dieser betrachten. Das Entfernen oder Unterdrücken von Symptomen ermöglicht deshalb auch keine Heilung oder Weiterentwicklung.
Durch die Art des Symptoms zeigt uns der Organismus wo genau es fehlt und welche Schritte zur Heilung notwendig sind.

Symptome und ihre Bedeutung in der Homöopathie


Der Umgang mit einer Konfliktsituation kann unterschiedliche Reaktionen (und Körpersymptome) auslösen.


Wut/Zorn/ Aggressionen werden gezeigt

Wir sehen einen Wunsch nach Konfrontation, Kontrolle, Bereinigung von Konflikten.

-> Nux-vomica (Brechnuss):

-> Latrodectus mactans: (Schwarze Witwe):
Schockstarre; von seiner Angst bzw. Hass gefesselt, gelähmt sein (Atem angehalten, Luftnot, Asthma); beschäftigt sich mit der Bedrohungssituation oder der Willkür, der er ausgeliefert war; Menschen die sich als Opfer fühlen, kommen von Zorn, Angst, gestautem Hass, Verzweiflung nicht mehr los

-> Lac suis (Schweinemilch):
Vermeidung (auch v. Schmerzempfinden bis kein Aushalten mehr mögl.- reagiert dann ungehalten, abstoßendes Verhalten verhilft zur Distanz, will engen Kontakt vermeiden, fühlt sich ausgenutzt, abgewiesen (Kopfschmerz, Trauma der WS, Bipolare Störung)



Die Summe ist mehr als die Einzelteile.
Aristoteles

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